Hashimoto, Hochsensibiliät und mein Herzensweg

Hashimoto, Hochsensibilität und mein Weg

Kennst Du das auch? Du bist wahnsinnig müde und könntest nur schlafen? Du hast häufig Halsschmerzen und eine raue Stimme? Als Frau versuchst Du vielleicht schon länger schwanger zu werden und es klappt einfach nicht?

Das kommt Dir bekannt vor? Dann könnte Dich meine Geschichte interessieren. Im folgenden erzähle ich Dir, wie es bei mir war mit Hashimoto, Hochsensibilität, Kinderwunsch und was das mit meinem Herzensweg zu tun hat.

Los ging es bei mir, dass ich ständig wahnsinnig müde war und nur noch schlafen wollte.

Außerdem hatte ich ständig Halsschmerzen und häufig eine raue Stimme. Bei der Blutabnahme hat der Arzt eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert. Mein TSH (Schilddrüsenwert) lag bei 5,5, womit es mir schrecklich ging. Trotz der Einnahme von Schilddrüsenhormonen wurde es nicht wirklich besser. Damals war ich 26 Jahre alt. Erst drei Jahre später kam ich dank meiner Heilpraktikerin auf die Idee, dass es Hashimoto sein könnte. Aufgrund der Einnahme von zusätzlichen Mikronährstoffen ging es mir bald besser.

Doch wirklich fit habe ich mich erst gefühlt, als mein TSH bei 1,0 lag. Das kam so:

Als ich nämlich schwanger werden wollte, hat es länger nicht geklappt. Ich war traurig und unglücklich. Auf meinen Körper war ich sauer und ich konnte es einfach nicht glauben, dass es nicht klappt. Ich komme aus einer sehr kinderreichen Familie und schwanger werden war immer ganz leicht gewesen in meiner Vorstellung. Eine Freundin gab mir den Tipp für eine gute Ärztin mit dem Schwerpunkt Kinderwunsch bei Schilddrüsenerkrankungen. Ich war in ihrer Sprechstunde und sie gab mir einen Tipp, der so einfach war, wie genial. Um schwanger zu werden solle mein TSH bei ca. 1,0 liegen. Sie erhöhte die Dosis meiner Schilddrüsenhormone und einige Monate später war ich schwanger.

Hashimoto, Kinderwunsch, Frauengesundheit, Hochsensibilität

Nach der Schwangerschaft und Stillzeit mit meiner großen Tochter begann ich nach einem Jahr Elternzeit wieder  Vollzeit als Lehrerin in der Grundschule zu arbeiten, weil mein Mann und ich vereinbart hatten, uns die Elternzeit zu teilen. Doch leider war mein Hormonsystem durch die Schwangerschaft und das Stillen ziemlich durcheinander. Außerdem hatte ich die Schilddrüsenhormone nach der Schwangerschaft wieder reduziert auf die Menge vor dem Kinderwunsch. Doch damit ging es mir nicht gut. Ich war total fertig und nach ein paar Wochen konnte ich gar nicht mehr arbeiten und nicht mehr mit meiner Tochter spielen. Ich wurde krank geschrieben und habe fast den ganzen Tag nur geschlafen.

Wie ein Alien oder eine Aussätzige habe ich mich gefühlt, weil ich nicht funktionieren konnte als Mama und Lehrerin.

In dieser Zeit lernte ich bei meiner Heilpraktikerin auch die seelische Ebene meiner Hashimoto-Erkrankung anzunehmen. In einer Familienaufstellung wurde ich meiner Erkrankung Hashimoto, repräsentiert von einem Stellvertreter, gegenüber gestellt.

Ich spürte die totale Ablehnung und absolute Wut auf diese Erkrankung, weil sie mir mein ganzes Leben durcheinander brachte.

Erst der unerfüllte Kinderwunsch und nun der absolute Tiefpunkt. Durch verschiedene Lösungsmöglichkeiten in der Familienaufstellung konnte ich mich nach und nach mit Hashimoto anfreunden. Der Stellvertreter der Krankheit konnte mir auch erklären, wobei Hashimoto mir helfen kann:

Hashimoto ist mein innerer Gradmesser, ob es mir gut geht, oder ob ich mich überfordere.

Es hat mich sehr feinfühlig und sensibel werden lassen.

Es hilft mir, besser auf mich selbst und meine Bedürfnisse zu achten.

Durch diese Erkenntnisse und die Möglichkeit, meine Erkrankung in dieser Aufstellung in die Arme zu schließen und anzunehmen, geht es mir nun viel besser mit Hashimoto.

Auf seelischer Ebene durch die Familienaufstellung und auf körperlicher Ebene seitdem mein TSH ungefähr bei Wert 1,0 bleibt.

In letzer Zeit habe ich viel über Hochsensibilität recherchiert. Wenn ich den Selbsttest mache, komme ich auch auf das Ergebnis, dass ich hochsensibel bin. Ob nun die Hochsensibiliät zuerst da war, oder ob ich wegen Hashimoto auch hochsensibel bin, kann ich nicht sagen. Zumindest helfen mir die Tipps für hochsensible Personen auch dabei, achtsam und vorsichtig mit mir selbst umzugehen.

Aus meiner ganzen Geschichte von Hashimoto, Hochsensibilität und Kinderwunsch habe ich viel gelernt. Ich habe ich erlebt, wie wichtig es ist, dass jemand an einen glaubt und einem die passenden Tipps gibt. Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, dass ich nicht auf meine Krankheit wütend bin, sondern sie annehme und die positiven Aspekte sehe. Und ich habe intuitive Lösungen kennengelernt, mit denen ich mich ausgeglichener und zufriedener fühle und meinen persönlichen Weg gefunden habe. Denn wegen meinen eigenen Erfahrungen begleite ich nun als Heilpraktikerin für Psychotherapie andere Menschen auf ihrem persönlichen Weg in ihre eigene Sicherheit und Stärke. Damit sie entspannter sind und sich wohl fühlen. Das möchtest Du auch? Dann melde Dich gerne bei mir.

Deine Karo Sylla von Sternchen auf Erden

PS: Dieser Blogartikel ist ein Teil der Blogparade „Hashimoto-Geflüster“ von Dr. Annette Pfizer, ist ein persönlicher Erfahrungsbericht und trifft keine allgemein gültigen medizinischen Aussagen oder Heilversprechen.

Heilpraxis Sternchen auf Erden