Hochsensible Lehrer

Hochsensibel als Lehrer*in

Hochsensibel als Lehrer oder Lehrerin zu sein ist ein Thema über das ich wenig im Internet finde. Dennoch ist es ein Thema. Wenn ich davon ausgehe, dass ca. 20% der Menschen hochsensibel sind, sind da bestimmt auch Lehrer*innen dabei. Ich zumindest fühle mich da sehr angesprochen, wenn ich über Hochsensibilität lese. Doch irgendwie ist es ein Tabuthema unter Lehrern und Lehrerinnen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Lehrer nach außen hin souverän und stark erscheinen möchten und müssen. Ich glaube einfach, dass viele Lehrer sich nicht trauen darüber zu sprechen und das möchte ich ändern.

Ich war jetzt fast fünf Jahre in Elternzeit und habe vor zwei Wochen wieder angefangen in Teilzeit an zwei Tagen pro Woche in einer Grundschule zu arbeiten. Gleichzeitig unterstütze ich an den anderen drei Tagen in meiner Heilpraxis Sternchen auf Erden meine hochsensiblen Klienten und Klientinnen dabei, ihre Berufung und ihren Herzensweg zu finden.

So zeigt sich meine Hochsensibiliät als Lehrerin: Die größte Herausforderung in der Schule ist für mich mit der Menge an Menschen, Emotionen und Anforderungen umzugehen, weil ich sehr schnell überreizt bin und dann gerne flüchten würde. Das geht natürlich nicht und ich brauche andere Strategien.

In der Pause und am Morgen bleibe ich oft im Klassenzimmer und genieße die Ruhe zwischen den Stunden. Lärm ist nämlich das schlimmste für mich in meinem Beruf. Ich vermeide es mit der Horde in den Gängen herum zu laufen und komme daher schon bevor alle herein stürzen. Im Unterricht fördere ich deswegen die Fähigkeit zur Stillarbeit der Schüler*innen. Ich spreche erst, wenn nicht mehr gegruschelt und geflüstert wird und reagiere streng auf ständiges Dazwischenquatschen. Es ist ein ständiger Kampf um Ruhe und Ordnung, der anstrengend ist. Doch so ist es besser, denn unruhige Schüler*innen stecken mich an und ich werde auch sehr nervös.

Auf dem Schulweg fahre ich meistens Rad, gerne über Nebenstraßen am Fluss entlang. Daheim angekommen meditiere ich gerne, bevor ich dann meine Kinder abhole. Da meine eigenen Kinder ja auch sehr lebhaft sind, arbeite ich nur zwei Tage in der Schule, damit ich auch mal einen leisen Vormittag habe. Vollzeit als Lehrer*in zu arbeiten, könnte ich mir gerade nicht vorstellen.

Privat wohne ich Gott sei Dank relativ ländlich in einer Spielstraße ohne großen Verkehr und gehe sehr gerne in den Wald, auch mit meinen Kindern z.B. zum Pilze suchen. Nach München zu fahren zum Shoppen ist für mich z.B. die Hölle.

Bist Du Lehrer oder Lehrerin und das kommt Dir bekannt vor?

Hochsensibel als Lehrerin und Lehrer - Erfahre, was Du tun kannst.

Hier meine Tipps für Dich:

1. Gönne Dir Ruhe zwischendurch. Bleibe z.B. in der Pause alleine an einem ruhigen Ort.

2. Meditiere zwischendurch oder zumindest nach der Schule, um wieder zur Ruhe zu kommen.

3. Suche einen Buddy unter den Kollegen, zu dem Du laute Schüler schicken kannst, wenn es gar nicht mehr geht.

4. Hast Du Pausenaufsicht kannst Du auch Oropax verwenden, wenn es Dir zu laut ist.

Hochsensibel als Lehrer oder Lehrerin?

Hier kannst Du den Selbsttest machen.

Möchtest Du Dich gerne mit anderen hochsensiblen Lehrer*innen austauschen? Dann komm gerne in unsere Gruppe.

Gerne kannst Du auch zur mir Kontakt aufnehmen für ein persönliches Gespräch.

Deine Karo Sylla von Sternchen auf Erden